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5.4.4.2 Variante 2 : Gauß-Seidel-
-Jacobi
Die schlechte Parallelisierung von Variante 1 war eng mit der
Datenabhängigkeit der Iterierten auf dem Koppelrand verbunden.
Benutzt man in (5.3b) und (5.3d) nur die jeweiligen
-ten Iterierten, vermeidet man diese Datenabhängigkeit und
benötigt auch keinerlei Voraussetzungen an die Vernetzung.
Genauso wie zwischen den Blöcken ''
'' wird im Teilgebietsinneren
die Gauß-Seidel-Iteration ausgeführt. Durch die partielle
Anwendung der
-Jacobi Iteration ist die Konvergenzgeschwindigkeit
etwas geringer als beim vollen Gauß-Seidel Verfahren.
Die in Algorithmus 5.10 vorkommende Operation
bezeichnet die komponentenweise Multiplikation
zweier Vektoren. Außerdem wurde berücksichtigt, daß im
Teilgebietsinneren (''
'') alle akkumulierten
Teilvektoren und -matrizen stets identisch den verteilt gespeicherten
Varianten sind.
Berücksichtigt man, daß die Crosspoints (''
'') und die
Interfacedaten (''
'') in jedem Falle getrennt akkumuliert werdem, dann
wird pro Iterationsschritt nur genausoviel Kommunikation wie
beim
-Jacobi Verfahren (Algorithmus 5.6) benötigt !
Falls kein Abbruchtest nötig ist, z.B. bei Verwendung als Glätter mit
einer fixen Anzahl von Schritten, dann kann man die Berechnung der
Skalarprodukte weglassen und
identisch
wählen.
Gundolf Haase
1998-12-22