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Das eigentliche Parallelisierungsproblem in (Multilevel- und)
Mehrgitterverfahren ist das exakt zu lösende Grobgitterproblem
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(5.10) |
Folgende Lösungsansätze sind denkbar und werden verwendet :
- 1.
- Direkter Löser - seriell
Gröbstes Gitter ist so klein, daß es ein Prozessor
zusätzlich
speichern kann.
Assemblierung
( REDUCE).
Assemblierung
( REDUCE).
Prozessor
löst
.
Verteilen von
( SCATTER).
Diese Vorgehen ist allerdings rein sequentiell !!
- 2.
- Direkter Löser - parallel
Auch das gröbste Gitter wird verteilt gespeichert und
das Grobgittersystem direkt parallel gelöst.
Im Auflösungsprozeß treten Loadinbalancen auf.
- 3.
- Iterative Löser - parallel
Hier wird keine Assemblierung von
und
benötigt, jedoch tritt in jedem Iterationsschritt mind.
eine Akkumulation auf (siehe 5.1 - 5.6).
Achtung : Die evtl. beabsichtigte Symmetrie des
Multigridoperators wird bei den CG-ähnlichen Verfahren zerstört.
Um sie zu erhalten, muß z.B. eine lexikographisch vorwärtige
Gauß-Seidel Iteration stets mit einer rückwärtigen gekoppelt
werden.
Prinzipiell ergibt sich beim Grobgitterlöser durch das
ungünstige Verhältnis von Arithmetik zu Kommunikation eine Verschlechterung
der Parallelisierung.
Dies äußert sich bei 32 und mehr
Prozessoren ganz deutlich im W-Zyklus , der sehr oft
auf die groben und insbesondere das gröbste Gitter zugreift.
Ein Lösungsversuch besteht in der Verteilung des
Grobgitters auf weniger als
Prozessoren, jedoch ist
dann bei der Interpolation und Restriktion zwischen bestimmten Gittern
und
Kommunikation notwendig.
Kommunikation im Grobgitterlöser !
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Gundolf Haase
1998-12-22