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4.3.1 Nichtüberlappende Elemente
Sei das Rechengebiet
in z.B. 4 Teilgebiete zerlegt und mittels
lineareren Dreieckselementen diskretisiert. In Bild 4.5 wird
dies veranschaulicht.
Abbildung 4.5:
Nichtüberlappende Elemente.
![\begin{figure}
\unitlength0.075\textwidth
\newsavebox{\subdomain}
\savebox{...
...w$\space ''I''}}
%
\end{picture} \\ [2ex]
\end{center}
\protect\end{figure}](img373.gif) |
Wir unterscheiden 3 Arten von Knoten mittel der Indizes :
- ''I''
- Knoten im Teilgebietsinneren [
],
- ''E''
- Knoten auf dem Inneren von Teilgebietskanten (edges, interfaces)
[
],
- ''V''
- Crosspoints (vertices, interfaces), dh. Knoten, welche zu Beginn oder Ende
einer Teilgebietskanten gehören [
].
Die beiden letzteren werden oft als Koppelknoten mit dem Index ''C''
[
]
zusammengefaßt. Die Gesamtzahl der Knoten ergibt sich zu
.
Zur Vereinfachung der Darstellung werden
zuerst die Crosspoints, dann die Kantenknoten und danach die inneren Knoten
numeriert. Innerhalb der Kantenknoten sind besitzen die Knoten einer Kante
eine fortlaufende Numerierung, desgleichen die inneren Knoten eines
Teilgebietes. Somit besitzen alle Vektoren und Matrizen eine Blockstruktur
der Art
Entsprechend der Zuordnung der Knoten zu den
Teilgebieten
werden die Einträge der Matrizen und Vektoren auf die
entsprechenden Prozesse
verteilt. Koinzidenzmatrizen
(
)
repräsentieren symbolisch diese Knotenzuordnung.
Die
Matrix
ist eine Boolesche Matrix welche einen
globalen Vektor
auf den lokalen Vektor
abbildet.
Es gilt :
- Einträge für innere Knoten erscheinen genau einmal
pro Zeile und Spalte in den
.
- Einträge der Koppelknoten treten so oft in den
auf, wie es
Teilgebiete gibt, zu denen sie gehören.
Nunmehr kann man 2 Vektortypen definieren, den akkumulierten (Typ I) und
den verteilten (Typ-II) Vektor :
| Typ I |
: |
werden in Prozessor
(
)
als
und
gespeichert,
dh. jeder Prozessor
besitzt den vollen Wert seiner Knoten. |
| Typ II |
: |
wird in
als
gespeichert, so daß
gilt,
dh. die Knoten auf den Interfaces (
)
besitzen
nur einen Teil des wahren Wertes. |
Die Matrix
wird im verteilten Sinne, analog zum Typ-II Vektor,
abgespeichert und daher als Typ-II Matrix klassifiziert.
 |
(4.1) |
wobei
die zum Teilgebiet
gehörige
Steifigkeitsmatrix darstellt.
Denkt man sich
als finites Element,
so stellt die verteilte Matrixspeicherung genau die Darstellung einer
Steifigkeitsmatrix vor der FE-Akkumulation dar.
Die spezielle globale Knotennumerierung induziert folgende Blockdarstellung
der Gleichung
:
Dabei ist
eine Blockdiagonalmatrix mit den
Einträgen
,
desgleichen sind
,
,
,
Blockmatrizen.
Falls eine globale Akkumulation der Matrix
ausgeführt wird,
bezeichnen wir das Ergebnis mit der Typ-I Matrix
und schreiben
 |
(4.2) |
Obwohl
gilt, müssen wir beide wegen der
unterschiedlichen Darstellung (und lokalen Abspeicherung) unterscheiden !
Die Diagonalmatrix
 |
(4.3) |
enthält für jeden Knoten die Anzahl der Teilgebiete (Wertigkeit),
zu denen er gehört
(z.B. in Bild 4.5
,
,
).
Vereinbarung : Im restlichen Abschnitt werden die hoch- und
tiefgestellten Indizes wie folgt verwendet :
bezeichnet die
-te Komponente (lokale oder globale
Numerierung)
eines Vektors
abgespeichert im Prozeß
.
Der Index
bezeichnet einen zum Interface gehörigen Teilvektor. Eine analoge
Notation wird für die Matrizen verwandt.
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Gundolf Haase
1998-12-22