INSTITUT FÜR MATHEMATIK UND
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Humor in der Mathematik - Löwenjagd

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Einige weitere Methoden

Die logische Methode:

Man stelle einen offenen Käfig in die Wüste und lege ein Brett mit Leim daneben. Beides biete man dem Löwen zum Betreten an. Der Löwe sagt dann: "Nein, ich gehe Dir nicht auf den Leim!" Nach dem "Tertium non datur" muß er in den Käfig gehen. Danach schlägt man die Tür zu.

Die Operator-Methode nach I.J. Good:

Sei Q der Operator, der ein Wort in (einfache) Anführungszeichen (') einschließt. Sein Quadrat versieht ein Wort mit doppelten Anführungszeichen ("). Dieser Operator erfüllt selbstverständlich das Gesetz Q^n Q^m = Q^(n+m). Man schreibe das Wort "Löwe" ohne Anführungszeichen auf ein Blatt Papier. Darauf wende man den inversen Operator Q^(-1) an. Dann wird ein Löwe auf der Seite erscheinen. Es ist anzuraten, die Seite vorher in einen Käfig zu legen.

Die Mittag-Leffler Methode:

Die Anzahl der Löwen in der Sahara ist endlich, somit hat die Menge der Löwen keinen Häufungspunkt. Mit Hilfe des Theorems von Mittag-Leffler, konstruiere eine meromorphe Funktion mit einem Pol bei jedem Löwen. Da Löwen tropische Tiere sind, werden sie an einem Pol erfrieren und können leicht eingesammelt werden.

Hier noch einige Methoden nach John Barrington, publiziert in Seven Years of Manifold/1968-1980, herausgegeben von I.Stewart und J. Jaworski, Shica Publishing Limited (1981).

Die universelle Überlagerungs-Methode:

Man überdecke den Löwen mit seinem universellen Überlagerungsraum. Da dieser keine Löcher hat, ist der Löwe gefangen.

Die Rückwärts-Induktion:

Wir beweisen mit Rückwärts-Induktion die folgende Behauptung L(n): "Es ist möglich, n Löwen zu fangen". Diese Behauptung ist wahr für hinreichend große n, denn dann sind die Löwen wie Sardinen eingepfercht und haben keinen Platz zu entwischen. Trivialerweise folgt aus L(n+1) auch L(n), denn wenn wir n+1 Löwen gefangen haben, können wir immer einen freilassen. Damit ist L(1) bewiesen.

Die Bourbaki Methode:

Einen Löwen zu fangen ist ein Spezialfall eines viel allgemeineren Problems. Man formuliere dieses Problem und finde notwendige und hinreichende Bedingungen für seine Lösbarkeit. Das Fangen eines Löwen ist nun ein triviales Korollar der allgemeinen Theorie und sollte unter keinen Umständen explizit aufgeschrieben werden.

 

Den folgenden Methoden wird die Wissenschaftlichkeit oft abgesprochen:

Die dialektische Methode:

Man zäune die Wüste ein, bewässere sie, sät Gras und setzt Kaninchen aus. Die Kaninchen vermehren sich schnell. Nach Hegel kommt daher bald der Zeitpunkt, bei dem Quantität in Qualität umschlägt, und dann hat man einen Löwen.

Die Methode der Telekom:

Man benötigt dazu nur eine Telefonzelle und eine Fahradklingel. Die Telefonzelle wird in der Wüste aufgestellt und man klingelt mit der Fahradklingel. Der Löwe hört das Klingeln, will ans Telefon und wenn er die Zelle betreten hat, muß man nur noch die Tür verschließen.

Die Methode von Herlitz:

Man benötigt hierfür nur ein Notizblock der entsprechenden Firma. Damit setzt man sich auf eine Palme und wartet bis der Löwe sich unter diese legt. Nun zerreißt man den Notizblock und und läßt die Papierschnitzel auf den Löwen regnen. Der denkt es schneit und erfiert.


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